Montag, 31. März 2014

Final Four - die Details

Wie angekündigt, jetzt etwas mehr Info zu den kryptischen „final four“.

Nachdem Irdning mir aufgrund des Starts um 14h, der Hitzegefahr im Juli und der bisher nicht so einfachen Strecke (aber wenigstens das wird sich heuer mit einem neuen Veranstalter ändern!) nicht so wirklich liegt, was mein persönliches Bestleistungspotenzial betrifft, gibt es vor Irdning 2014 noch einen weiteren 24-Stundenlauf-Versuch. Und zwar habe ich mir zu diesem Zwecke den 24-Stundenlauf von Sarvar (http://fussunk.gportal.hu/) am 26./27.4. ausgesucht. Mit Start um 10h werde ich voll ausgeruht an der Startlinie stehen und auch das Wetter sowie die Temperaturen sollten mir taugen.

Nur 1h45 von Wien entfernt liegt Sarvar sogar geographisch viel besser als Irdning – allerdings wird die Sprachbarriere sicherlich lustig ;-). Ich hoffe, es findet sich während dieser 24 Stunden auch der eine oder andere Ultralauf-Fan an der Strecke ein, um vor allem Carola bei der Betreuung zu unterstützen und mich auf der Strecke anzufeuern. Anbieten kann ich leider nicht viel, aber wenn ich ungefähr weiß, wer aller kommen kann, dann werde ich schon zumindest für Kaffee und Kuchen sorgen. Wer übrigens selbst mitmachen möchte: es gibt auch einen 6h- und 12h-Lauf sowie auch eine Staffel. Startnummernabholung ist Freitag abend, da könnte ich aber – nachdem ich ohnehin schon vor Ort bin – behilflich sein.

Die Runde selbst ist mit einer Länge von 1.030,73 Meter fast ident mit Brugg, auch Höhenmeter gibt es keine. Einige Impressionen der Veranstaltung 2013 werde ich in den nächsten Tagen noch verlinken.

Es wäre also angerichtet, bleibt nur mehr die Frage, in welcher Form ich mich befinde. Schwer zu sagen, das Training verlief wechselhaft. November & Dezember war laufmäßig mit Verkühlungen und Rippenprellung ein Totalausfall, ab Jänner ging es dann aufwärts, der Fokus lag auf Laufkilometer-Fressen. Leider waren drei lange Laufeinheiten nicht so lange wie geplant, da sich der Körper mit leichten Wehwehchen meldete. Und nachdem gerade beim Ultratraining bekanntlich gilt  “if you undertrain, you might not finish, if you overtrain, you might not start” habe ich da dem Körper immer nachgegeben, wodurch es nach wenigen Tagen auch wieder gut war. Fürs Selbstvertrauen und Vertrauen in den Körper ist das aber nicht das Förderlichste. Einige längere Einheiten am Ergometer (mein Rekord liegt jetzt bei 4 Stunden durchgehend bzw. an einem Tag 3h30 vormittags + 2h10 nachmittags) waren auch dabei, also ganz untrainiert sollte ich nicht sein. Highlights in der Vorbereitung waren jedenfalls der Halbmarathon Roma-Ostia, wo ich mit locker gelaufenen 1:28:32 seit längerem wieder unter der 1h30-Marke blieb. Ebenfalls positiv verzeichne ich eine Umrundung des Lainzer-Tiergartens (23km) mit anschließenden lockeren 50km am Laufband.

Somit bin ich halbwegs guter Dinge und setze vor allem darauf, dass Ultralauf über 24 Stunden ja auch (wenn nicht sogar vor allem) eine mentale Angelegenheit ist. Für Sarvar habe ich mir daher auch die Aufforderung eines Freunds zu Herzen genommen: „Go 24 hours without complaining (not even once). Then watch how your life starts changing.“ – nachdem das Hirn mit Verneinungen im fortgeschrittenen Ultralaufzustand aber nicht so ganz zurecht kommt, wird das modifiziert und verkürzt zu „Lächeln & genießen“.

Für die letzten vier Wochen gibt’s jetzt keine Spitzenbelastungen mehr, aber noch zwei etwas umfangreichere Wochenenden mit einem 60-Kilometer sowie einem 48-Kilometer-Lauf.

Als Vorgriff auf Irdning: nach Sarvar steht dann eine kurze, dafür aber wirklich mehrheitlich lauffreie Regeneration am Programm, damit ich noch einen zweiten Formhöhepunkt beim 24-Stundenlauf in Irdning ansteuern kann, wo es wieder um viele, viele Kilometer für den guten Zweck gehen wird.

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